Drei Tipps um steigende Bilddatenmengen effizient zu managen

Die in medizinischen Einrichtungen erzeugten Bilddatenmengen steigen seit Jahren kontinuierlich an. Zum einen, weil die Modalitäten sich technologisch weiterentwickeln und in immer kürzer Untersuchungszeit immer hochauflösendere Bilddaten erzeugen, zum anderen, weil die Anzahl der Untersuchungen steigt. Hinzu kommen neue Anwendungsgebiete wie Video-Archivierung und digitale Pathologie. 

Für die IT-Abteilungen und -Verantwortlichen in Krankenhäusern und Arztpraxen stellt das eine große Herausforderung dar. Denn diese rasant steigenden Datenmengen müssen weiterhin revisionssicher, schnell verfügbar und über lange Zeiträume gespeichert werden. Um das bewerkstelligen zu können, wird oft in erster Linie daran gedacht, größere Server einzusetzen. Deren Anschaffung und Betrieb ist jedoch kosten- und wartungsintensiv.

Herausforderung: Rechtskonformes und effizientes Datenmanagement

Eine gute Alternative zu einem On-premise-Speicher ist die datenschutzkonforme Speicherung medizinischer Daten in der Cloud, da diese flexibel skalierbar ist und keine zusätzliche Hardware vor Ort erfordert. Die gesetzlichen Regelungen zur Speicherung medizinischer Daten in der Cloud schaffen hierfür die Grundlage und entwickeln sich permanent weiter. So hat beispielsweise die bayerische Landesregierung das Bayerische Krankenhausgesetz (BayKrG) zum Juni 2022 dahingehend aktualisiert, dass es medizinischen Einrichtungen nun erlaubt ist, medizinische Daten außerhalb der jeweiligen Einrichtung zu verarbeiten.

Um Daten rechtskonform zu erfassen, zu speichern und zu managen sollten die Verantwortlichen in den Krankenhäusern und Arztpraxen dabei mit einem etablierten und seriösen Player zusammenarbeiten, um sowohl von den technischen Vorteilen der Cloud-Technologie profitieren zu können, als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen. 

Ergänzend ist es trotz der skalierbaren und kosteneffizienten Cloud-Speicher sinnvoll, sich bei der Speicherung nur auf die wirklich relevanten Informationen und Daten zu konzentrieren. Denn nur so werden die vorhandenen Kapazitäten effizient und ressourcenschonend genutzt. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Daten sollten in Standardformaten wie DICOM oder pdf archiviert werden, um ihre langfristige Nutzbarkeit sicherzustellen.

Bild- und Befunddaten revisionssicher archivieren

Managen und speichern Sie Medizindaten unterschiedlicher Formate (z.B. DICOM, IHE, XDS) revisionssicher und skalierbar mit dem Telepaxx e-pacs.

Drei Möglichkeiten, das Speichervolumen medizinischer Daten zu reduzieren

Grundsätzlich sollte mit medizinischen Daten sorgsam und sparsam umgegangen werden. Diese Datensparsamkeit ist ebenfalls in der DSGVO verankert und scheint fast konträr zu den in radiologischen Einrichtungen erzeugten Datenmengen. Der Zuwachs der Datenmengen ist jedoch vor allem durch die immer höhere Bildqualität der Studien bedingt und nicht unbedingt dadurch, dass mehr Informationen erhoben werden. 

Entsprechend liegt bei der Speicherung und Archivierung einzelner Studien Einsparpotenzial, um die benötigte Gesamtspeichermenge einer medizinischen Einrichtung zu reduzieren und vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen. Neben der Menge der durchgeführten Sequenzen pro Studie bieten folgende technische Parameter einen Hebel, um Datenvolumen einzusparen.

Eins

Bildkompression von medizinischen DICOM-Daten
Daten können innerhalb des DICOM-Standards verlustfrei komprimiert werden. Dadurch kann das Speichervolumen um ca. 50 Prozent reduziert werden. Um darüber hinaus weiteres Datenvolumen einzusparen und die medizinischen sowie strahlenschutzfachlichen Anforderungen der Röntgenverordnung (RöV) zu erfüllen, hat die Deutsche Konsensuskonferenz Kompressionsfaktoren definiert. Diese stellen sicher, dass die diagnostische Bildqualität auch bei verlustbehafteter Kompression medizinischer DICOM-Bilddaten erhalten bleibt. Hierfür wurden spezifische Grenzwerte in Abhängigkeit von der jeweiligen Untersuchungsregion und Modalität festgelegt.

Zwei

Auflösung, Grauwerttiefe und Schichtdicke der gespeicherten Bilddaten

Weiteres Potenzial zur Reduktion des Datenvolumens liegt in drei technischen Parametern der Bilder, welche an den Modalitäten konfiguriert werden können: Der Auflösung, der Grauwerttiefe und der Schichtdicke. So kann zum Beispiel geprüft werden, ob bei CT-Bildern auch die Dünnschichten im Langzeitarchiv gespeichert werden müssen oder ob diese in einem Temporärspeicher für begrenzte Zeit vorgehalten werden können. 

drei

Speichergröße von Videoformaten prüfen

Durch die höhere Auflösung von Videoaufnahmen wie Ultra HD Videos bei Ultraschall-Untersuchungen steigt der Speicherbedarf enorm. Das gilt auch für Multiframe-Bilder von CTs oder Angiografie-Plätzen. Hier empfiehlt es sich insbesondere bei der Erneuerung des Gerätebestands bei den Geräteeinstellungen darauf zu achten, dass Multiframes und Videos komprimiert archiviert werden. Werden diese unkomprimiert gespeichert, kann es zu einer ungewollten Vervielfachung des Speichervolumens kommen.

Sind die Datenmengen trotz der Maßnahmen zur Reduktion des Datenvolumens zu groß, um sie mit vorhandenen On-premise-Speichern zu archivieren, bieten sich Cloud-basierte Archive an wie das e-pacs (VNA) von Telepaxx Medical Data. Dieser kann flexibel erweitert werden, ist meist kostengünstiger als die Anschaffung neuer eigener Hardware und zudem kompatibel mit allen PACS-Herstellern und Modalitäten. Das entlastet das Personal in den IT-Abteilungen der medizinischen Einrichtungen und gibt ihnen ein hohes Maß an Flexibilität.

Datenstrategie für digitale Geschäftsprozesse

Egal wie Krankenhäuser und radiologische Praxen ihre Bilddaten managen, speichern und archivieren: Ohne eine klare Datenstrategie wird in Zukunft keine medizinische Einrichtung mehr auskommen. Denn die wachsenden Datenmengen bringen nicht nur Herausforderungen mit sich, sondern auch Chancen. Stellte bisher die Aufbewahrung der medizinischen Daten das Ende der Prozesskette dar, bilden diese heute die Grundlage für digitale Geschäftsprozesse im Gesundheitswesen. Beispielsweise als Rohstoff für den Einsatz KI-basierter Imaging-Tools, für die Forschung oder neue digitale Gesundheitsdienste. Daher ist es entscheidend, die medizinischen Daten mit entsprechenden Zugriffszeiten und Verfügbarkeiten zu archivieren.

Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.