Diversity hat zum Ziel, dass alle Menschen unabhängig ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft, ihrem Geschlecht oder sexuellen Orientierung anerkannt und wertgeschätzt werden. Um dieses Thema im Unternehmen voranzutreiben, ist Telepaxx der Initiative „Charta der Vielfalt – Für Diversität in der Arbeitswelt“ beigetreten. Wie Kliniken den „Pride Month“ Juni feiern und welche Kliniken sogar eigene Queer-Netzwerke gegründet haben, darüber berichten wir hier.

 

Vielfalt wird im Klinikalltag immer wichtiger, deshalb feiern viele Kliniken den sogenannten „Pride Month“. Dass dieser jedes Jahr im Juni stattfindet, hat seinen Grund. Denn in einem Juni vor über 50 Jahren wehrten sich queere Menschen gegen die Polizeiwillkür in New York. Dieser Protest gilt als Meilenstein und Auslöser für die internationale LGBTIQ-Bewegung. Heute erinnern zahlreiche bunte, friedliche Paraden an dieses Ereignis, das im deutschsprachigen Raum auch unter dem Namen „Christopher Street Day“ gefeiert wird. 

 

DRK Kliniken Berlin hissen Regenbogenflaggen

Die DRK Kliniken Berlin hissen im „Pride Month“ Juni 2021 an allen Standorten Regenbogenflaggen, um ein sichtbares Zeichen für die LGBT+ Community zu setzen. Die Idee dazu stammt von zwei Operationstechnischen Assistentinnen. Seit Mitte Mai haben 17.000 Menschen die Mitarbeiterportrait-Serie gesehen, geliked, kommentiert oder geteilt. Außerdem hat sich eine Mitarbeitende gemeldet, die ihre Kollegin bei deren Konzept unterstützen möchte, die DRK Kliniken Berlin noch LGBT+freundlicher zu gestalten. Wie die DRK Kliniken Berlin das Thema Vielfalt umsetzen, darüber berichten sie auf ihrer Karriereseite sehr ausführlich.

 

Helios Klinikum Berlin-Buch mit eigener Queer-Community

Am Helios Klinikum Berlin-Buch entstand 2019 recht spontan die Queer-Community „Out@Helios“. Zwei Ärztinnen und ein Arzt gründen eine Queer-Community und organisieren die Teilnahme am alljährlichen Christopher Street Day mit einem eigenen Truck. Das Unternehmen setzt damit ein lautstarkes und vor allem buntes Zeichen für Diversität und Gleichberechtigung. Die queere Community möchte damit zeigen, wie befreiend es sein kann, wenn Vielfalt sichtbar ist und akzeptiert wird. Das Signal ist klar: egal, wer du bist und wen du liebst – hier kannst du dich verwirklichen und hier findest du Gleichgesinnte, Ansprechpartner:innen und eine Plattform zum Austausch, berichtet das Helios Klinikum auf seiner Website

 

Asklepios bei den Pride Weeks Hamburg

Anlässlich der Hamburger Pride Weeks vom 24. Juli bis 08. August 2021 wollen die Asklepios Kliniken ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen. Wie bereits im Vorjahr gibt es wieder regenbogenfarbene Buttons für Mitarbeitende und Besucher:innen, auch die Regenbogenflagge wird an allen Standorten gehisst. In diesem Jahr unterstützen die Kliniken alle Mitarbeitenden, die an der Pride Fahrrad-Demo teilnehmen möchten, mit bunten Team-Shirts – verbunden werden die Aktivitäten mit einer Spendenaktion zu Gunsten des Magnus Hirschfeld Centrums. In den Kliniken gibt es außerdem Ansprechpartner für die unterschiedlichen Aspekte von Diversität und es sind Schulungen zum Umgang mit z. B. Trans-Personen geplant, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Universitätsmedizin Essen wirbt mit Kampagne für Respekt

Die Universitätsmedizin Essen (UME) wirbt bereits seit 2019 mit ihrer Kampagne „Wir leben Respekt“ für gegenseitigen Respekt. Fotos, Zitate und Videointerviews von Mitarbeitenden geben einen Einblick in den Berufsalltag und zeigen, wie dieser sich durch Corona stark verändert hat. Daneben bietet die UME ihren Mitarbeitenden vielfältige Unterstützungsangebote und schult diese in Fortbildungen zu verschiedenen Aspekten von Diversity. Von interkulturellen Trainings bis hin zu gezielten Anti-Bias-Trainings, in denen unbewusste Denkmuster und Vorurteile sichtbar gemacht und so Diskriminierung abgebaut werden soll.

 

Uniklinik Köln positioniert sich klar gegen Diskriminierung

Auch die Uniklinik Köln bekennt sich unter dem Motto „Hand in Hand gegen Diskriminierung“ für Vielfalt und Offenheit. Auf dem Campus der Uniklinik sowie im Intranet und Internet wird mit den prägnanten Botschaften „Unsere Lieblingsfarbe: kunterbunt“, „Unsere Welt: offen“, „Unser Teamgeist: grenzenlos“ deutlich gemacht, wofür die Uniklinik steht und was ihre Beschäftigen ausmacht. Transkulturelle Kompetenz im Team ist auch ein wichtiger Schwerpunkt im diesjährigen Seminarprogramm für die Beschäftigten der Uniklinik Köln.

 

Charité Berlin mit eigenem QueerNetzwerk

Das QueerNetzwerk der Charité möchte queere Themen und Interessen an der Charité zusammenführen und sie sichtbarer in Klinik, Forschung und Lehre vertreten. Ziel ist es, Beschäftigten und Studierenden einen Raum für offenen und vertrauensvollen Austausch zu geben. Zu den Initiator*innen des Netzwerks gehören neben dem studentischen QueerReferat auch die Gleichstellungsbeauftragten der Fachschaftsinitiative sowie die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Charité. Mit regelmäßigen Stammtischen, Veranstaltungen, Newslettern und der Teilnahme an internationalen Aktionstagen möchte das QueerNetzwerk Akzeptanz stärken und Diskriminierung entgegentreten.

 

Allgäuer Klinik St. Vinzenz wirbt mit Vielfalt um Mitarbeitende

In ihrem Karriereportal wirbt auch die St. Vinzenz-Klinik in Pfronten für Vielfalt und Toleranz. „Bei uns im Team ist kein Platz für Rassismus, Sexismus oder sonst einer Art von Ausgrenzung. Wir tolerieren das nicht. St. Vinzenz ist bunt und das ist gut so.“ schreiben die Allgäuer dort und weisen gleichzeitig auf die etwas „muhaklige“ Art der Einheimischen hin, von der sich jedoch niemand abschrecken lassen sollte.

 

München Klinik Schwabing mit eigenem LGBTQ-Netzwerk

Das Netzwerk LGBTQ der München Klinik Schwabing war 2019 zum wiederholten Male mit einem Stand auf dem Christopher Street Day vertreten, schreibt die Klinik auf ihrer Website.

 

Foto: pexels.com

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