Thema: Digitalisierung im Krankenhaus

Bayerische Gesetzgebung erlaubt Cloud-Speicherung von Patientendaten

Bayerische Krankenhäuser dürfen seit 1. Juni 2022 Patientendaten auch durch andere Krankenhäuser und externe Dienstleister verarbeiten lassen, solange die Datenschutzgrundverordnung – kurz DSGVO – eingehalten wird. Welche Vorteile die Verarbeitung von Patientendaten in der Cloud hat und worauf zu achten ist, haben wir für Sie kurz zusammengefasst.

Neue Gesetzgebung schafft Rahmen für cloud-basierte Mehrwertdienste

Die Neuregelung des Bayerischen Krankenhausgesetzes (BayKrG) erleichtert es Krankenhäusern im Freistaat, Patientendaten cloud-basiert zentral zu speichern und neue cloud-basierte Mehrwertdienste rechtssicher zu nutzen.

Besonders Klinikketten mit mehreren Standorten profitieren von der neuen gesetzlichen Regelung. Doch auch einzelne Krankenhäuser können durch den Einsatz digitaler Mehrwertdienste die Effizienz ihrer Gesundheitsleistungen steigern, ihre Qualitätssicherung optimieren oder KI-Algorithmen besser trainieren.

„Datenschutz muss dem Patientenwohl dienen, nicht einem Selbstzweck. Mit dem neuen Gesundheitsdienstgesetz beginnt für die datenschutzrechtlichen Bestimmungen des Bayerischen Krankenhausgesetzes ein neues Zeitalter. Insgesamt wird der Schutz der Patientendaten in den Kliniken mit den datenschutzrechtlichen Bestimmungen der DSGVO verbessert – und die Arbeit in den Häusern zudem erheblich erleichtert,“ wird Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag, dazu auf der Internetseite der Bayerischen Krankenhausgesellschaft zitiert.

 

Die Vorteile einer Cloud-Speicherung von Patientendaten

Die Speicherung von Patientendaten in einer Cloud bringt zahlreiche Vorteile mit sich: In den Krankenhäusern muss weniger IT-Infrastruktur vorgehalten werden und durch die zentrale Speicherung der Daten wird beispielsweise die Befundung über mehrere Klinik-Standorte hinweg erleichtert.

Dadurch können Personalengpässe in einzelnen Kliniken aufgefangen sowie der Einsatz von Personal und Material optimiert werden. Gleichzeitig erhöht sich die Datenhygiene und die Doppelhaltung von Daten z.B. auf Servern an unterschiedlichen Standorten wird vermieden.

Schutz von Patientendaten in der Cloud gewährleisten

Wichtig für einen erfolgreichen Einsatz der Cloud ist die Auswahl eines geeigneten Partners. Denn Patientendaten sind sensibel und bei der Speicherung der Daten in der Cloud müssen die einschlägigen Paragraphen der DSGVO eingehalten werden.

Darüber hinaus müssen die Rahmenbedingungen dokumentiert und in einem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit den jeweiligen Partnern festgelegt werden.

Hohes Sicherheitslevel bei Cloud-Speichern

Das Sicherheitslevel von Cloud-Infrastrukturen ist dabei generell sehr hoch – oftmals sogar höher als das der lokalen IT-Infrastruktur.

Allerdings müssen die Daten zuverlässig vor unbefugten Zugriffen geschützt werden. Dies kann durch limitierende Zugriffsrechte beispielsweise für unterschiedliche Standorte gewährleistet werden sowie durch die Verschlüsselung der Daten.

Cloud-Infrastruktur für digitale Patientendaten

TMD Cloud speziell für Krankenhäuser 

Als erfahrener Partner im Management hochsensibler Patientendaten bietet Telepaxx Medical Data Cloud (TMD Cloud) spezifische Technologie-Lösungen zur Archivierung medizinischer Daten und Optimierung von klinischen Workflows.

Diese stellen den Schutz der Daten sicher und ermöglichen Krankenhäusern gleichzeitig die Nutzung innovativer, cloud-basierter Mehrwertdienste für einen effizienten Ressourceneinsatz und zur Entlastung des medizinischen Personals.

Digitalisierung der Krankenhäuser schreitet voran

Die Digitalisierung – beispielsweise durch Cloud-Dienste – ist ein essentieller Baustein, um Krankenhäuser gut für die Zukunft aufzustellen und die Gesundheitsvorsorge auch bei steigendem Kostendruck und Personalmangel zu gewährleisten.

Durch digitale Mehrwertdienste aus der Cloud können Prozesse in den Krankenhäusern optimiert und neue Gesundheitsdienste eingeführt werden. Das entlastet das Personal und ermöglicht Krankenhäusern einen effizienteren Einsatz ihrer Ressourcen z.B. durch eine kostengünstigere IT-Infrastruktur in der Cloud und strategische Konzepte zur KI-basierten Datenanalyse und -nutzung.

Politik fördert den Ausbau von Cloud-Infrastrukturen

Die hohe Bedeutung der Digitalisierung für die Krankenhauslandschaft hat auch die Politik erkannt. So unterstützt auf Bundesebene das Krankenhauszukunftsgesetz die Digitalisierung deutscher Krankenhäuser. Tatbestand 7 des KHZG fördert dabei auch explizit den Aufbau von Cloud-Infrastrukturen.

Auf Länderebene leistet das Bayerische Krankenhausgesetz der Digitalisierung Vorschub. Das stößt auch bei Christina Leinhos, stellvertretende Geschäftsführerin der Bayerischen Krankenhaus Gesellschaft, auf positive Resonanz:

„Dies ist ein wichtiger Schritt für die bayerischen Kliniken, der in allen Bundesländern auf der Agenda steht, weil Datenschutz heute nicht mehr an Orts- und Ländergrenzen Halt machen kann. Insbesondere im Bereich der Digitalisierung stießen die rechtlichen Bestimmungen an ihre kritischen Grenzen: So war es für die bayerischen Kliniken nicht möglich, Cloud-Projekte, wie sie mit dem Krankenhauszukunftsgesetz vorgesehen waren, umzusetzen. Dies bedeutete einen klaren Nachteil für die bayerischen Krankenhäuser und eine digital vernetzte Gesundheitsversorgung mit sicherer Infrastruktur. Die Bayerische Krankenhausgesellschaft hat sich deshalb intensiv für eine Reform eingesetzt. Wir freuen uns, dass die Bemühungen nun gefruchtet haben.“

Dorian von Karsa Telepaxx Medical Data
Dorian von Karsa, Head of Sales

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