Welche Chancen sieht Telepaxx Gesellschafter Rainer Kasan für die Zukunft des Unternehmens und wie setzt Telepaxx neue Technologien wie Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll ein? Das erklärt der Wirtschaftswissenschaftler in diesem Beitrag.

Von seinem Schreibtisch blickt Rainer Kasan auf die Obstbäume im firmeneigenen Garten. Nur ein paar Schritte sind es von seinem Büro bis zur Sonnenterrasse, auf der die Mitarbeiter im Sommer gerne ihre Mittagspause verbringen. Dann kommt der Telepaxx Gesellschafter oft mit dem Rennrad in die Firma. Kaum zu glauben, dass mitten in dieser Naturidylle zwischen Rapsfeldern und Nadelwäldern mehrere Milliarden Patientendaten gespeichert sind. Die hütet Telepaxx wie einen kostbaren Schatz und arbeitet dabei eng mit seinen Partnern Digithurst und TopIT zusammen. Dass die drei Firmen nutzbringende Synergien bilden, dafür sorgt Rainer Kasan. 

“Neue Technologien zu entwickeln, bedeutet auch Verantwortung für deren Nutzung zu übernehmen.” Rainer Kasan, Telepaxx Gesellschafter

Der Wirtschaftswissenschaftler verbindet Telepaxx und Digithurst im fränkischen Büchenbach mit TopIT in Slowenien – in seiner Funktion als Gesellschafter von Telepaxx und TopIT sowie als Eigentümer und Geschäftsführer von Digithurst. Dabei verantwortet der zweifache Familienvater federführend für alle drei Unternehmen die Produktentwicklung und die Finanzplanung.

Verantwortungsvoller Umgang mit Gesundheitsdaten seit 1996

Mit dem Speichern medizinischer Daten geht auch große Verantwortung einher. Und dieser Verantwortung stellt sich Telepaxx seit seiner Firmengründung im Jahr 1996. Mittlerweile vertrauen mehr als 600 radiologische Einrichtungen – darunter die größten Klinikträger Deutschlands – Telepaxx ihre medizinischen Bilder und Informationen an. Aus diesem Grund setzt sich das Unternehmen für einen weitreichenden Schutz personenbezogener Daten auch in Zukunft ein.

Große Datenmengen und bewährtes Datenschutzkonzept eröffnen neue Chancen

In naher Zukunft werden große Datenmengen für die Wertschöpfung in der Medizin unverzichtbar. Datenanalysen können Einblicke in Abhängigkeiten bieten, die zukünftig für eine personalisierte Medizin von großer Bedeutung sein werden. Selbst wenn diese Aussichten vielversprechend klingen, dürfen sie den Schutz sensibler Daten nicht aushebeln oder in den Hintergrund drängen. Das Recht auf Datenschutz mit den zentralen Zielen informationelle Selbstbestimmung, Vertraulichkeit des privaten Bereichs und Schutz vor Missbrauch persönlicher Daten muss auch weiterhin Bestand haben. Auch in Zukunft kann der Schutz persönlicher Daten nicht allein auf formellen Kriterien wie Verbot oder Erlaubnis und Einwilligung beruhen.

“Unsere Herausforderung besteht darin, trotzdem “Big Data” in “Smart Data” für die Medizin umzuwandeln.” Rainer Kasan, Telepaxx Gesellschafter

Datenschutz muss ein Bestandteil von Design und Architektur in der Softwareentwicklung sein. Diesem Konzept “Privacy by Design” fühlt sich Telepaxx seit jeher verpflichtet. “Den neuen technischen Konzepten der Ver- und Entschlüsselung sowie der Anonymisierung oder auch dem Gebrauch ausreichend pseudonymisierter anstatt personenverknüpfter Daten wird eine zentrale Bedeutung zukommen.”, ist Rainer Kasan überzeugt. Darüber hinaus muss es aber auch Mechanismen geben, damit die Zustimmung des Patienten zur Datenfreigabe fallbezogen eingeholt werden kann. Die entsprechenden Richtlinien dafür zu schaffen, ist Aufgabe der Politik. Die Umsetzung dieser Richtlinien zum Wohle des Patienten ist die Aufgabe von Telepaxx. “Unsere Herausforderung besteht darin, trotzdem “Big Data” in “Smart Data” für die Medizin umzuwandeln.”

Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.